NaNoWriMo 2015 – oder: Der offiziell inoffizielle Tritt in den Arsch

Zugegeben, manchmal neige ich ein wenig zum Prokrastinieren, wenn’s darum geht, Projekte fertigzustellen – ich sage mir dann gern selbst, das gehöre ja zum kreativen Prozess. Kann man natürlich so sehen. Genauso gut könnte ich aber auch einfach nicht stündlich meine Verkaufszahlen, Mails und Social Media Feeds checken, nach den neuen Northlane suchen (ich hab das aktuelle Album »Node« seit Erscheinen mittlerweile so oft gehört, dass meine Frau einen Anfall bekommt, wenn ich die Band nur erwähne) und »nur nochmal kurz« ein, zwei oder zehn Reviews zu Videospielen schauen, zu denen ich die entsprechenden Systeme gar nicht besitze.

Dabei bin ich eigentlich ein recht effektiver Typ. Vielleicht ist es der journalistische Hintergrund, der mich erst mit Deadlines so richtig aufblühen lässt. Hat bei »Todeswerk« zumindest gut geholfen, denn die Teilnahme am Kindle Storyteller Award war genau der Tritt in den Hintern, den ich brauchte, um den Roman fertigzubekommen. Zwar hab ich den Storyteller Award letztendlich nicht gewonnen, sondern der tolle Phillip P. Peterson mit dem tollen »Paradox«, aber dafür hab ich jetzt einen fertigen Krimi. Kein schlechter Deal eigentlich!

Deswegen werde ich dieses Jahr am NaNoWriMo teilnehmen – ohne Anmeldung auf der NaNoWriMo-Homepage, dafür mit Ankündigung hier auf meiner eigenen Seite. Offiziell inoffiziell sozusagen.

NaNoLogo

Für diejenigen, die sich fragen, was ich hier vor mich hin fasele: NaNoWriMo steht für »National Novel Writing Month« – recht selbsterklärend eigentlich. Es ist eine Idee von ähnlichen Schlunzis wie mir, die sich vorgenommen haben, mit ein wenig kollektivem Druck die erste Fassung eines Romans innerhalb eines Monats zu schreiben. Ursprünglich war es ein amerikanisches Phänomen, das sich innerhalb der letzten Jahre aber weltweit herumgesprochen hat und zum iNaNoWriMo geworden ist.

Das Konzept klingt wesentlich brutaler, als es eigentlich ist: Wenn ich davon ausgehe, dass der zweite Fall für Knüppel und Arndt in etwa 70.000 Wörter haben wird (»Todeswerk« hat 70.243), muss ich täglich 2.333,33333 Wörter schreiben, 30 Tage lang. Da meine tägliche Wohlfühl-Wortzahl sowieso zwischen 2.000 und 2.500 Wörtern liegt und ich den Roman schon komplett mit allen Irrungen und Wirrungen durchgeplant habe, ist das absolut machbar.

Die Herausforderung besteht darin, mich über einen Zeitraum von 30 Tagen ausschließlich diesem einen Projekt zu widmen, was erfahrungsgemäß wesentlich schwieriger ist, als es klingt. Denn leider bedeutet Autor sein oft Ideenchaos, Korrekturkrieg, Email-Spam und Finanzkram. Laaaaaaaaangweilig! Und dann gibt’s da eben zusätzlich noch diese ganzen interessanten Sachen im Internet. Wow!

Mein ambitioniertes Ziel ist es, den zweiten Fall für Knüppel und Arndt Ende 2015, spätestens Anfang 2016 zu veröffentlichen. Werde ich es schaffen? Oder werde ich glorios scheitern, diesen Beitrag hier löschen und behaupten, mich nicht an seine Existenz erinnern zu können? Wir werden sehen. Schalten Sie nächsten Monat wieder ein.

Ach ja, übrigens, der zweite Fall für Knüppel und Arndt wird »Giftgold« heißen. Cooler Titel, ich weiß, danke. Aber mehr verrate ich noch nicht. Ich will mir ja auch noch ein wenig Pulver für einen Artikel nach dem NaNoWriMo aufheben. Für euch soll’s immerhin ähnlich spannend bleiben wie für mich.

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2 Gedanken zu “NaNoWriMo 2015 – oder: Der offiziell inoffizielle Tritt in den Arsch

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